Aktuelle Zeitqualität

Das Tierkreiszeichen Steinbock

Am 21. Dezember hat die Sonne das Tierkreiszeichen Steinbock erreicht. Das ist der Moment der Winter-Sonnenwende. Nun haben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht erreicht. Ab sofort werden die Tage wieder – zunächst unmerklich – länger. Schon in der Antike feierte man diesen speziellen Moment. Im römischen Reich war es der Geburtstag des Mithras, einer römischen Gottheit, die eine Personifizierung der Sonne darstellt. Man nannte Mithras daher auch „Sol invictus“ – „unbesiegbare Sonne“. Der Mithraskult war im gesamten Mittelmeerraum weit verbreitet und wurde durch das Christentum abgelöst, das den Titel „unbesiegbare Sonne“ dann auf Jesus Christus übertrug, ebenso wie den Geburtstag.

Steinbock ist das erste Winterzeichen. Auch wenn wir nur noch selten Schnee haben, ist doch die Zeit der Winterruhe und des Rückzugs angebrochen. Die Kräfte der Natur haben sich zurückgezogen und wirken im Verborgenen. Z.B. brauchen Apfelbäume eine Mindestanzahl von Kältestunden, um im kommenden Jahr fruchten zu können.

Steinbock symbolisiert die Reduktion der Kräfte auf das Notwendige. Wir verbinden Begriffe wie Konzentration, Disziplin, Struktur, Verantwortung, Ernsthaftigkeit mit diesem Zeichen, das oft in einer kargen Felslandschaft dargestellt wird. Man ist zuverlässig, standhaft, treu, wahrhaftig, pflichtbewusst. Menschen mit Steinbock-Betonung im Horoskop müssen lernen, auf ihre Bedürfnisse zu achten. Ein reifer und in sich ruhender Steinbock-Mensch strahlt Klarheit, Ruhe, Gelassenheit und Heiterkeit des reifen Alters aus. „Die Zeit heilt alle Wunden“, könnte ein Motto des Steinbocks sein. Dieses Prinzip lehrt uns, nichts übers Knie zu brechen, sondern den Dingen und Menschen ihre eigene Zeit zu lassen, die sie brauchen, um sich zu entwickeln. „Alles hat seine Zeit“ ist eine wichtige Erkenntnis der Steinbock-Qualität.

Der Planet des Monats – Saturn, in der griechischen Mythologie Chronos

Saturn gilt als der Regent des Steinbocks. Saturn ist der letzte der sichtbaren Planeten. Deshalb galt er früheren Generationen als der „Hüter der Schwelle“, als Symbol der Grenzen und Grenzsetzung, vor allem der Grenze des Lebens. Saturn wird in Darstellungen oft als Skelett mit dem Stundenglas dargestellt oder mit der Sichel. Das melancholische Temperament, das ihm zugeordnet wird, hat Dürer in einem berühmten Stich dargestellt: „Melencholia I“, einem rätselhaften Bild, das nur mit Symbolwissen gedeutet werden kann und meines Erachtens astrologische Inhalte transportiert. Aus meiner Sicht hat Dürer die Personifizierung von Saturn dargestellt, der als nachdenklich und ernst gilt, dem das melancholische Temperament zugeordnet wird und der nach damaligem Verständnis Themen wie Landwirtschaft, Bergbau, Handwerk „beherrschte“. Auch das Stundenglas ist vorhanden.

Wer sich mehr für Saturn interessiert, sei auf eine Veranstaltung am 23. 1. 2021 hingewiesen, die ich unter “Termine” ankündige.

Im persönlichen Horoskop steht Saturn für die Art und Weise, Schwierigkeiten zu ertragen, Zuverlässigkeit und Kontinuität zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.  Darüber hinaus hat Saturn eine gesellschaftliche Relevanz, da er ca. 2 1/2 Jahre in einem Zeichen verbringt.

Kollektiv verbinden wir die Saturn-Pluto-Konjunktion im Steinbock, die im Januar 2020 gradgenau war, mit der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Krise. Wir haben es uns selbst eingebrockt, auch wenn nur wenige diese Einsicht haben. Es ist eine Frage des Bewusstseins und der Konsequenzen, die wir alle aus den Erkenntnissen ziehen, ob wir weiterhin unseren Planeten und seine Bewohner ruinieren wollen, oder ob wir es schaffen, radikale und tiefgreifende Veränderungen in Gang zu bringen. Der Impfstoff allein ist es sicher nicht, der uns “retten” wird. Wenn wir den Klimawandel nicht stoppen, wird er uns stoppen. Pluto ist da “erbarmungslos”, er ist einfach kompromisslos konsequent. Wer A sagt, muss auch B sagen. Hoffen wir, dass die kollektive Einsicht größer ist als die kollektive Gier.

Am 21. Dezember 2020 kommt es zu einer besonderen Konstellation. Jupiter und Saturn bilden eine Konjunktion im Tierkreiszeichen Wassermann. Nach sehr langer Zeit in den Erdzeichen finden die Konjunktionen nun wieder in den Luftzeichen statt und läuten damit eine neue Ära ein, die wir mit Humanität, höherer Vernunft, Gerechtigkeit und Freiheit verbinden. Dies sind die Ziele, die ab sofort auf der Agenda stehen müssen, wenn wir in Frieden und Freiheit auf Mutter Erde leben wollen. Bemerkenswert ist, dass der Impfstoff, auf den so viele Menschen ihre Hoffnung setzen, ausgerechnet am 21. 12. 2020 in der EU zugelassen wurde. Er wird quasi zum Symbol der neuen Ära, die am Tag der Wintersonnenwende beginnt.

geändert am 10. 1. 2021