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Das Tierkreiszeichen Skorpion

Am 22. Oktober 2020 ist die Sonne in den Skorpion gewandert, wo sie bis zum 21. November bleibt. Der Herbst ist nun für alle spürbar, es wird kälter und ungemütlicher, das Laub muss fallen und in den Kompostierungsprozessen der Natur sich zurückverwandeln in die Grundsubstanzen, aus denen sich der Humus für das neue Jahr bildet. Und so, wie der Skorpion-Monat in der Natur das Vergehen und die Wandlung zeigt, so ist auch in jedem Menschen das Grundwissen angelegt, dass nichts bleibt, wie es ist, und dass alles Leben ständig fließt, dass das einzig Beständige im Leben der Wandel ist. Die Skorpion-Phase des Jahres erinnert uns an dieses uralte Wissen, dass wir trotz allem vertrauen dürfen, dass das Leben selbst nicht vergeht, sondern nur seine Formen sich verändern, transformieren, dass Metamorphose eine Grundbedingung des Lebens darstellt. Wir neigen dazu, alles festhalten zu wollen, alles unter Kontrolle zu haben, alles im Griff zu haben. Aber viel wichtiger ist es, loszulassen, zu lernen zu vertrauen, sich zu öffnen für die Möglichkeiten des Lebens und vor allem wahrhaftig zu sein. Viel zu oft schließen wir einen Pakt mit dem Teufel und verkaufen ihm unsere Seele, oft genug, ohne es zu merken. Später müssen wir unser ganzes Geschick aufbringen, um unsere Seele vor dem Teufel zu retten. Die Märchen wissen darüber sehr viel. Auch Faust ist ein typischer Vertreter dieser Gattung Mensch, der allen Dingen auf den Grund gehen will, koste es, was es wolle.

Wer sich auf die Unbedingtheit des Skorpionprinzips einlässt, wird oft genug in Teufels Küche landen, aber auch immer wieder wie Phönix aus der Asche aufsteigen. Das ist das Geschenk dieses Archetyps, dass wir immer wieder geläutert aus unseren Krisen wie neugeboren erstehen. Gerade in der jetzigen Krise durch das Corona-Virus spüren wir einerseits unsere Abhängigkeit von der Umwelt und unser Ausgeliefert sein an bestimmte scheinbar nicht zu beeinflussende Rahmenbedingungen. Andererseits merken wir, dass jede und jeder von uns Verantwortung für alle trägt. Auf uns kommt es an. Wir sind wichtig, wir können etwas bewirken.

Der Planet des Monats – Pluto, in der griechischen Mythologie Hades

Pluto ist aus astrologischer Sicht „Herrscher“ über das Tierkreiszeichen Skorpion. Pluto ist der Herr der Unterwelt, des Hades, aber auch der Gott des Reichtums und der unterirdischen Schätze. Er ist auch der Krisenplanet. Der Planet Pluto wurde zu einem Kleinplaneten verändert, aber astrologisch hat er große Bedeutung als Symbol der Transformation, des Wandels, der Themen wie Macht und Ohnmacht, Druck, Zwang und Intensität. Wo Pluto im Horoskop steht, sind wir alle mit dem Kollektiv und seinen Themen verbunden, zählt das Individuelle vor allem im Zusammenhang mit den großen Zyklen und den übergreifenden Themen. Darum können wir hier auch Charisma entwickeln und Großes bewirken und sogar über uns hinauswachsen.

Kollektiv verbinden wir die Saturn-Pluto-Konjunktion im Steinbock, die im Januar 2020 gradgenau war, mit der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Krise. Wir haben es uns selbst eingebrockt, auch wenn nur wenige diese Einsicht haben. Es ist eine Frage des Bewusstseins und der Konsequenzen, die man aus den Erkenntnissen zieht, ob wir weiterhin unseren Planeten und seine Bewohner ruinieren wollen, oder ob wir es schaffen, radikale und tiefgreifende Veränderungen in Gang zu bringen. Der Impfstoff allein ist es sicher nicht, der uns „retten“ wird. Wenn wir den Klimawandel nicht stoppen, wird er uns stoppen. Pluto ist da „erbarmungslos“, er ist einfach kompromisslos konsequent. Wer A sagt, muss auch B sagen. Hoffen wir, dass die kollektive Einsicht größer ist als die kollektive Gier.

geändert am 11. 11. 2020