{"id":44,"date":"2013-07-25T02:57:52","date_gmt":"2013-07-25T00:57:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.astrologie-zentrum-hannover.de\/wordpress\/?page_id=44"},"modified":"2020-11-30T09:06:45","modified_gmt":"2020-11-30T07:06:45","slug":"warum-astrologie-funktioniert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.astrologie-zentrum-hannover.de\/wordpress\/warum-astrologie-funktioniert\/","title":{"rendered":"Warum Astrologie funktioniert"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8220;Warum Astrologie funktioniert, allen Skeptikern zum Trotz&#8221;<\/b><\/p>\n<p>\u00dcberarbeiteter Vortrag von Annegret Becker-Baumann, urspr\u00fcnglich gehalten im Philosophie-Institut &#8220;Reflex&#8221; am 18.02.2004.<\/p>\n<p><u>Zusammenfassung<\/u><br \/>\n<b>Zun\u00e4chst biete ich einen geschichtlichen \u00dcberblick, vor allem \u00fcber die Anf\u00e4nge in vorchristlicher Zeit sowie einige Anmerkungen zu den philosophischen Str\u00f6mungen, die sich in der Astrologie finden. Dann gehe ich auf die Denkmodelle der Astrologie ein sowie auf den Begriff und die Erfahrung der Evidenz. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Kunst ist mir wichtig, und am Ende stelle ich das Hauptargument der Gegner vor und zeige, dass es unsinnig ist.<\/b><\/p>\n<p><u>Einleitung<\/u><br \/>\nIch freue mich, Ihnen eine Disziplin vorstellen zu d\u00fcrfen, die im akademischen Bereich weitgehend ausgeschlossen wird und ein Eigenleben f\u00fchrt, unbeachtet von den Medien und der \u00d6ffentlichkeit. Das was in den Zeitungen \u00fcber Astrologie zu lesen ist, nennen wir die Vulg\u00e4r-Astrologie. Das hat mit meinem Thema nur den Namen gemeinsam.<\/p>\n<p>Mein Vortrag lautet &#8220;Warum Astrologie funktioniert \u2013 allen Skeptikern zum Trotz&#8221;. Viele Menschen kennen ihr Tierkreiszeichen von der so genannten  Zuckerw\u00fcrfelastrologie aus den Caf\u00e9s, nach dem Motto: &#8220;Was halten Sie von Astrologie?&#8221; \u2013 &#8220;Ich glaube nicht dran. Wir Stiere sind skeptisch.&#8221; Oder so \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Um Ihnen das Thema Astrologie etwas n\u00e4her zu bringen, werde ich als Einleitung einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte der Astrologie geben. Anschlie\u00dfend stelle ich Ihnen den philosophischen Hintergrund der Astrologie vor und versuche zu erkl\u00e4ren, warum denn Astrologie \u00fcberhaupt funktioniert. Zum Schluss gehe ich auf das Hauptargument der Gegner der Astrologie ein.<\/p>\n<p><u>Wo und wie entstand Astrologie?<\/u><br \/>\nHeute gilt die Auffassung als gesichert, da\u00df Astrologie im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, also in Sumer entstanden ist, heutiges Territorium des Irak. Bereits um 2000 v. Chr. gab es eine gemeinsame Astrallehre der verschiedenen Reiche (Akkadien, Sumerer, Amoriter, Babylon u.a.), die sich in Mesopotamien tummelten. Ab 1.350 vor Chr. war Assyrien Gro\u00dfmacht, St\u00e4dte wie Nimrud und Niniveh entstanden. Um 680 v. Chr. wurde die ber\u00fchmte Bibliothek des K\u00f6nigs Assurbanipal gegr\u00fcndet. Sie wurde ab 1847 ausgegraben. Man fand 25000 Keilschriftt\u00e4felchen, davon 4000 systematisch geordnete Omina, die zum Teil bis auf sumerische Zeiten zur\u00fcckgehen. Begriffe wie &#8220;Gott&#8221; oder &#8220;Stern&#8221; sind in Keilschrift fast gleich, was den astralreligi\u00f6sen Ursprung belegt. Sterne galten zun\u00e4chst selbst als G\u00f6tter, sp\u00e4ter als Sitz der G\u00f6tter.<br \/>\nQuelle: Wilhelm Knappich, Geschichte der Astrologie, 2 Aufl. 1988, Ffm<\/p>\n<p>Die fr\u00fcheste Form von Astrologie, die sich in den Omina spiegelt, war universeller Natur, sie deutete politische und wirtschaftliche Angelegenheit des Staates, bezog sich auf Kriege, Naturkatastrophen, Thronfolgen, allgemeine Angelegenheiten. Individuelle Horoskope gab es noch nicht. Die G\u00f6tter gaben durch Omen ein Zeichen, das die Menschen zu entr\u00e4tseln suchten. Man konnte drohendes Unheil durch Opfer und andere Riten ab\u00e4ndern, der Gedanke an ein unab\u00e4nderliches Schicksal war nicht gegeben.<\/p>\n<p>Im 3. Jahrhundert vor Chr. entstand die Individualastrologie, inzwischen unter hellenistischem Einflu\u00df in \u00c4gypten. F\u00fcr uns heutige ist es kaum zu trennen, welchen Einflu\u00df im einzelnen die Griechen, die \u00c4gypter und die Chald\u00e4er auf die Entwicklung der Astrologie nahmen.<br \/>\nEin Name f\u00e4llt in diese Zeit, der 2 Gottheiten verbindet, n\u00e4mlich den \u00e4gyptischen Gott Thot und den griechischen Gott Hermes, da beide auch mit der Kunst des Schreibens und der Offenbarung okkulter Wahrheiten zu tun hatten: Aus Hermes-Thot wurde Hermes Trismegistos, der &#8220;dreimalgr\u00f6\u00dfte Hermes&#8221;. In der Literatur der Antike wird er als Gott verehrt, der esoterische Traditionen seinen eingeweihten Priestern offenbarte. Dazu geh\u00f6rte u.a. auch die Astrologie. Die Schriften, die hiervon handelten, wurden als Hermetika zusammengefa\u00dft, etwa vom 2. JH v. Chr \u2013 4.\/5. JH n. Chr. Das ist nicht zu verwechseln mit dem &#8220;Corpus Hermeticum&#8221;, einer Textsammlung aus nachchristlicher Zeit.<\/p>\n<p>Quelle: Kocku von Stuckrad, Geschichte der Astrologie. Von den Anf\u00e4ngen bis zur Gegenwart, C.H. Beck, M\u00fcnchen 2003<\/p>\n<p>Platon (427 \u2013 347) wird als erster Grieche genannt, der den Sternenhimmel in einen Zusammenhang mit dem Erdenschicksal bringt, und zwar im &#8220;Timaios&#8221;. Als erster griechischer Astrologe gilt der Sch\u00fcler Platons Eudoxos von Knidos (408 \u2013 355), der in \u00c4gypten von den Priestern astrologische Kenntnisse erhielt, z.B. eine Aspektelehre. Die Systematisierung dieser Lehre mit Trigon, Quadrat und Sextil ist dann aber im pythagoreischen Umfeld systematisiert worden.<\/p>\n<p>Aristoteles  (384 \u2013 322) trug mit Hilfe seiner kosmologischen und physikalischen Erkl\u00e4rungsmodelle dazu bei, da\u00df Astrologie in Griechenland Einzug halten konnte. Die Fixsternsph\u00e4re verk\u00f6rperte das Prinzip der Permanenz, die Planetensph\u00e4re zeigte die Dynamik irdischen Lebens. Lebensbedingungen und Lebensdauer auf der Erde werden von diesen beiden entgegen gesetzten Bewegungen (der Fixsterne und der Planeten) determiniert. Damit war das Fundament der klassischen Astrologie gelegt.<\/p>\n<p>Im 3. JH v. Chr. brachten babylonische Gelehrte die Astrologie nach Griechenland, insbesondere Berossos, der eine Astrologenschule auf Kos um 281 v. Chr. gr\u00fcndete.<\/p>\n<p>In r\u00f6mischer Zeit hatte die Astrologie eine wechselvolle Geschichte, zumal damals bereits die gelehrte seri\u00f6se A. von der Vulg\u00e4rastrologie unterschieden wurde. Zum einen bedienten sich die C\u00e4saren der Astrologie als politisches Machtinstrument, zum anderen gab es Zeiten, in den kein R\u00f6mer das Badehaus besuchte, ohne vorher das Horoskop befragt zu haben. Immer wieder wurden deshalb? Astrologen aus Rom verbannt. Vor dem absoluten Aus stand die Astrologie, als die Schule von Athen um 529 von Justinian geschlossen wurde. Nun mu\u00dften Philosophen und Astrologen fliehen und zogen zumeist nach Persien, Buchara und Chiwa, wo sie gastfreundlich aufgenommen wurden. So entstand ein neues Geistesleben mit arabischen, griechischen und indischen Einfl\u00fcssen. 300 bis 400 Jahre sp\u00e4ter drang dann die arabisch-griechische Philosophie und Astrologie \u00fcber Spanien und Sizilien wieder ins Abendland ein.<br \/>\nHier wurde sie zun\u00e4chst in den Kl\u00f6stern aufgeschrieben und bewahrt, sp\u00e4ter an den Universit\u00e4ten der St\u00e4dte gelehrt. In der Renaissance erlebte sie im Zuge der wieder entdeckten Liebe zum Hellenismus eine gro\u00dfartige Bl\u00fctezeit. Jeder geistig bedeutsame Mensch jener Zeit besch\u00e4ftigte sich mit Astrologie. Ich nenne stellvertretend f\u00fcr viele Nikolaus von Cues (15. JH), jenen ber\u00fchmten Kirchenmann, der in seiner Jugend selbst eine astrologische Schrift verfa\u00dfte und zeitlebens astrologische B\u00fccher sammelte, dann vor allem Philipp Melanchthon, den Freund und Weggef\u00e4hrten Martin Luthers in der Reformation. Melanchthon arbeitete als Professor an der Universit\u00e4t Wittenberg, wo er u.a. Astrologie lehrte. Er hat eines der \u00e4ltesten Werke, das &#8220;Tetrabiblos&#8221; von Claudius Ptolem\u00e4us 1553 neu herausgegeben in griechischer und lateinischer Sprache. Die erste deutsche \u00dcbersetzung stammt von Dr. Julius Pfaff von 1822. Das Tetrabiblos selbst entstand um 150 n. Chr.<\/p>\n<p>Durch die Erkenntnisse der Naturwissenschaft ab dem 17. Jahrhundert verschwand das Interesse an Astrologie. Der letzte deutsche Lehrstuhl wurde um 1820 geschlossen. Erst durch die Theosophen, die die indische Tradition nach Europa brachten \u00fcber Madame Blavatsky, Annie Besant, Alan Leo u.a., fand die Astrologie neues Interesse.<\/p>\n<p><u>Der philosophische Hintergrund<\/u><br \/>\nViele verschiedene Gedankensysteme und religi\u00f6se Auffassungen sind in die Astrologie eingeflossen.<\/p>\n<p>Eine grundlegende Idee ist bis heute in jeder Form der Astrologie zu finden, n\u00e4mlich die Elementelehre des Empedokles (485 \u2013 425), die von Aristoteles dann in eine die Jahrhunderte \u00fcberdauernde Form gebracht wurde. Sie bewirkt dreierlei:<\/p>\n<p>1.Sie ordnet die sichtbare, sinnlich erfahrbare Sch\u00f6pfung und f\u00fchrt sie auf Grundprinzipien zur\u00fcck.<br \/>\n2.Sie erkl\u00e4rt den Kreislauf des Entstehens und Vergehens, der Generationen durch Verbindung und Trennung der Elemente bzw. der Umwandlung.<br \/>\n3.Sie begr\u00fcndet das Prinzip der Harmonie, der idealen Abgestimmtheit aller Stoffe und Kr\u00e4fte. Dieser Gedanke spielt in der klassischen Medizin und den Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Die Lehre des Aristoteles von den vier Elementen in Verbindung mit den zwei Urqualit\u00e4ten und zwei Aggregatzust\u00e4nden ist bis heute in der Astrologie zu finden.<\/p>\n<p>warm und trocken = Feuer<br \/>\nwarm und feucht = Luft<br \/>\nkalt und trocken = Erde<br \/>\nkalt und feucht = Wasser<\/p>\n<p>Die Stoiker, deren Begr\u00fcnder Zenon von Kition (340 \u2013 260 v.Chr.) war, haben wesentlich zur Verbreitung der Astrologie beigetragen. Sie verstanden das Universum als lebendigen Organismus. Eine immanent wirkende, ordnende Kraft \u2013 Logos, Urfeuer oder Gott \u2013 offenbart sich in der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des Kosmos, in dem alles mit strenger, kausaler Notwendigkeit geschieht. Deren Wirkungen sind zwangsl\u00e4ufig das Bestm\u00f6gliche, auch wenn sie dem nicht wissenden Sterblichen als Leid oder Ungl\u00fcck erscheinen. Die Sterne, erhabenste Manifestation des Urfeuers, erzeugen durch ihren Einflu\u00df die Heimarmene, das Schicksal.<\/p>\n<p>&#8220;Volentem ducunt fata, nolentem trahunt\u201d \u2013 &#8220;Den Willigen f\u00fchrt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich&#8221;. Dem Weisen ist das Schicksal F\u00fchrung, er lehnt sich nicht dagegen auf, sondern verwirklicht seine Freiheit, indem er in Einklang mit der Natur lebt, ohne sich von der Welt abzuwenden. Letztlich lassen sich Menschenliebe und Gerechtigkeit als grundlegende Forderungen hieraus ableiten, alle Menschen als gleichberechtigt zu sehen.<\/p>\n<p>Quelle: Rafael Gil Brand: Lehrbuch der klassischen Astrologie, Chiron Verlag 2000.<\/p>\n<p>Bei Walther Kranz in &#8220;Die griechische Philosophie&#8221; hei\u00dft es: &#8220;Der Stoiker ist Fatalist, dienender Verehrer des unerbittlichen Weltgesetzes; einen Zufall will er &#8230; nicht anerkennen. Menschengr\u00f6\u00dfe besteht nach ihm darin, das vom Schicksal Bestimmte in ein freiwillig Getragenes umzuwandeln.&#8221; (S. 298) Wir sagen heute, die Haltung zu einer Sache ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Diese Auffassung findet sich teilweise in der modernen Astrologie wieder. Gerade, wenn Menschen mit einem unausweichlichen Schicksal leben m\u00fcssen wie einer t\u00f6dlichen Krankheit, einer Behinderung, einer tragischen Verstrickung, ist es f\u00fcr den Einzelnen gut, sich darauf zu besinnen, da\u00df man an sich selbst, an der eigenen Haltung arbeiten kann.<\/p>\n<p>Der zentrale Satz f\u00fcr die astrologische Deutung ist aber jene ber\u00fchmte Analogie &#8220;Wie oben so unten&#8221;, die aus der Tabula smaragdina aus dem Corpus Hermeticum stammt.<\/p>\n<p>Dieser Satz ist das Credo der Astrologie, soweit sie sich denn dar\u00fcber Rechenschaft abgibt, wie es zu erkl\u00e4ren sei, da\u00df sie &#8220;funktioniert&#8221;. Man findet diesen Gedanken der Entsprechung zwischen Himmel und Erde, zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, wie es Paracelsus formuliert hat, von Anfang an. Bereits die Pythagor\u00e4er hatten eine Lehre der Entsprechung zwischen Himmel und Erde. Paracelsus, der gro\u00dfe Arzt am Ausgang des Mittelalters, hat diese Entsprechung zwischen Mensch und Kosmos in seine Arbeit unmittelbar einflie\u00dfen lassen. Er forderte, da\u00df jeder gute Arzt auch Astrologe sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Im Vaterunser beten wir: &#8220;Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.&#8221; Das ist die christliche Entsprechung dieses Analogieprinzips.<\/p>\n<p>Es gibt den ber\u00fchmten Satz von Kant: &#8220;Zwei Dinge erf\u00fcllen das Gem\u00fct mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je \u00f6fter und anhaltender sich das Nachdenken damit besch\u00e4ftigt: der bestirnte Himmel \u00fcber mir und das moralische Gesetz in mir &#8230; Ich sehe sie vor mir und verkn\u00fcpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz&#8221;(am Ende der &#8220;Kritik der praktischen Vernunft&#8221; 1788, siehe Spiegel 1\/ 2004, S. 116).<br \/>\nIch glaube, da\u00df er genau diese Analogie beschreibt, auch wenn er sich im gleichen Text von der Astrologie distanziert.<\/p>\n<p>Goethe war ein gro\u00dfer Kenner dieser Gedanken. Er hat sie in vielen Gedichten bearbeitet. Auch die Vorstellung eines beseelten, organischen Kosmos, einer Einheit findet sich bei ihm wieder. Einige Beispiele m\u00f6gen dies belegen.<\/p>\n<blockquote><p><u>Epirrhema<\/u><br \/>\nM\u00fcsset im Naturbetrachten<br \/>\nImmer eins wie alles achten;<br \/>\nNichts ist drinnen, nichts ist drau\u00dfen:<br \/>\nDenn was innen, das ist au\u00dfen.<br \/>\nSo ergreifet ohne S\u00e4umnis<br \/>\nHeilig \u00f6ffentlich Geheimnis.<\/p>\n<p>Freuet euch des wahren Scheins,<br \/>\nEuch des ernsten Spieles:<br \/>\nKein Lebendiges ist ein Eins,<br \/>\nImmer ist\u2019s ein Vieles.<\/p>\n<p><u>N\u00f6tigung<\/u><br \/>\nDa ist\u2019s denn wieder, wie die Sterne wollten:<br \/>\nBedingung und Gesetz; und aller Wille<br \/>\nIst nur ein Wollen, weil wir eben sollten,<br \/>\nUnd vor dem Willen schweigt die Willk\u00fcr stille;<br \/>\nDas Liebste wird vom Herzen weggescholten,<br \/>\nDem harten Mu\u00df bequemt sich Will\u2018 und Grille.<br \/>\nSo sind wir scheinfrei denn nach manchen Jahren<br \/>\nNur enger dran, als wir am Anfang waren.<\/p>\n<p><u>Aus: Talismane<\/u><br \/>\nIm Atemholen sind zweierlei Gnaden:<br \/>\nDie Luft einziehn, sich ihrer entladen.<br \/>\nJenes bedr\u00e4ngt, dieses erfrischt;<br \/>\nso wunderbar ist das Leben gemischt.<br \/>\nDu danke Gott, wenn er dich pre\u00dft,<br \/>\nUnd dank\u2018 ihm, wenn er dich wieder entl\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>W\u00e4r nicht das Auge sonnenhaft,<br \/>\nDie Sonne k\u00f6nnt\u2018 es nie erblicken;<br \/>\nL\u00e4g\u2018 nicht in uns des Gottes eigne Kraft,<br \/>\nWie k\u00f6nnt\u2018 uns G\u00f6ttliches entz\u00fccken?<\/p>\n<p>Johann Wolfgang von Goethe<\/p><\/blockquote>\n<p>Goethe kannte sein eigenes Horoskop, und hat es gedeutet in seiner autobiographischen Schrift &#8220;Dichtung und Wahrheit&#8221;, 1. Buch.<\/p>\n<p><u>Zusammenfassung<\/u><br \/>\nWenn ich Astrologie philosophisch begr\u00fcnde, gehe ich von folgenden Ausgangspunkten aus:<\/p>\n<p>1. Der Kosmos, die gro\u00dfe und sch\u00f6ne Ordnung existiert, und ich bin ein Teil des Kosmos. Darum ist alles, was ich tue, wichtig. Ich kann den mir zugewiesenen Platz bewu\u00dft einnehmen und ausf\u00fcllen, wie ein Schauspieler, der seine Rolle gut spielt. Die griechische Vorsilbe &#8220;kos&#8221; weist auf &#8220;Sch\u00f6nheit hin, wie in &#8220;Kosmetik&#8221;.<\/p>\n<p>2. Zwischen mir und dem Kosmos besteht eine Wechselbeziehung. Es ist daher wichtig, da\u00df ich im Einklang mit der Natur, Mutter Erde, der Umwelt, dem Zweck lebe . Um zu erfahren, wie ich am besten im Einklang leben kann, nutze ich die Astrologie, nicht um mich in \u00e4ngstlichem Bangen und Hoffen an Prognosen zu klammern, sondern um in Gelassenheit und mit klarem Geist das Orakel als weise F\u00fchrung zu verstehen, als Wegweiser auf dem Weg durchs Leben zum Lebensziel.<\/p>\n<p>3. Die Sternenschrift am Firmament ist eine Uhr, die die Qualit\u00e4t der Zeit anzeigt. Die Griechen unterschieden bereits die verrinnende Zeit, Chronos, und den Inhalt der Zeit, die Zeitqualit\u00e4t, Kair\u00f3s. Wir kennen den Ausdruck &#8220;Die Gunst der Stunde nutzen&#8221;. &#8220;Alles hat seine Zeit&#8221;, jenes ber\u00fchmte Zitat aus dem Buch &#8220;der Prediger&#8221; in der Bibel. Es ist die Aufgabe der Astrologie, diese Zeit abzulesen und in Alltagssprache zu \u00fcbersetzen, was die Qualit\u00e4t der Zeit beinhaltet.<\/p>\n<p>Das Gedicht von Pierre de Ronsard spricht es gut aus:<\/p>\n<blockquote><p><u>Elegie<\/u><br \/>\nNun da der Abend unser Aug\u2018 umflort,<br \/>\nBetracht ich zukunftss\u00fcchtig die Gestirne,<br \/>\nDurch die uns Gott in Lettern, wohl zu deuten,<br \/>\nDer Kreaturen Los und Schicksal k\u00fcndet.<br \/>\nDenn der aus Himmelsh\u00f6hn den Menschen schaut,<br \/>\nWeist ihm aus Mitleid oft den rechten Pfad<br \/>\nIn seiner Sterne Schrift am Firmament<br \/>\nund sagt das Gl\u00fcck, das Ungl\u00fcck uns voraus.<br \/>\nDoch wir, am Staube haftend, s\u00fcndenschwer,<br \/>\nVerachten solche Schrift und sehn sie nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Deutung der Zeitqualit\u00e4t ist abh\u00e4ngig von meinem Wissen und meiner Weltanschauung. Je nachdem, ob stoische oder gnostische, hermetische, christliche oder atheistische Ansichten vorherrschen, wird die Interpretation der Konstellationen gef\u00e4rbt. Entsprechend beeinflussen ethische \u00dcberzeugungen und moralische Anspr\u00fcche die Interpretation. Eine philosophische Grundbildung w\u00e4re sowieso f\u00fcr jeden Menschen hilfreich, f\u00fcr Astrologen ist sie es ganz besonders.<\/p>\n<p>Hermetismus bzw. Hermetik als Naturphilosophie stellt eine Verschmelzung zwischen platonischer Philosophie und \u00e4gyptischer Kosmologie dar.<br \/>\nGnosis bzw. Gnostizismus beschreibt religi\u00f6se Erkenntnis, Wissen um g\u00f6ttliche Geheimnisse und die Bewegung der Anh\u00e4nger dieser Lehren. Hans Jonas hat sich damit befa\u00dft. Gnosis ist ein wenig bearbeitetes Gebiet und eher negativ besetzt in der Philosophenszene trotz eines Rehabilitationsversuchs von Sloterdijk lt. Ralf Liedtke in &#8220;Die Hermetik&#8221;, Sch\u00f6ningh 1996.<\/p>\n<p><u>Warum funktioniert Astrologie?<\/u><br \/>\n<i>Das Erlebnis der Evidenz<\/i><\/p>\n<p>Wenn Menschen ihr Horoskop deuten lassen, machen sie im allgemeinen die Erfahrung, da\u00df die Aussage der Astrologen f\u00fcr sie stimmig ist. Woran liegt das?<br \/>\nAstrologie leistet zweierlei:<\/p>\n<p>Erstens gibt sie dem Menschen einen philosphisch-religi\u00f6sen Rahmen, in dem er Heimat findet, in dem er zu Recht zu Hause ist. &#8220;Kein Ort, nirgends&#8221; gilt nicht. Sondern jeder Mensch hat den f\u00fcr ihn richtigen Platz. Vielleicht ist der Platz ungem\u00fctlich oder unbequem, schwierig auszuf\u00fcllen, aber es ist sein Platz. Hierin stimmt astrologische Betrachtung auf jeden Fall mit der christlichen Religion \u00fcberein. Ob wir christlich oder humanistisch orientiert sind, astrologische Weltbetrachtung pa\u00dft. Sie ist vielleicht gr\u00f6\u00dfer, umfassender. Wenn Menschen angesichts von Leid fragen &#8220;Wie kann Gott so etwas zulassen?&#8221; Dann finde ich die Gottesvorstellung dieser Menschen sehr eng.<\/p>\n<p>Zum zweiten hilft Astrologie dem Menschen, sich selbst und andere zu verstehen.<\/p>\n<p>Astrologie bietet ein System, um Ordnung im Chaos zu schaffen. Astrologie besitzt die \u00e4lteste und zugleich differenzierteste Typologie \u00fcber den Menschen. Wir kennen psychologische Typologien, z.B. die Konstitutionstypen nach Kretschmer (Leptosom, Pykniker, Athlet), die Typen nach Riemann (schizoide, depressive, zwanghaft und hysterische Pers\u00f6nlichkeiten), 9 Typen nach dem Enneagramm und eben auch die astrologischen 12 Tierkreiszeichen. Solange ich nur die 12 Typen unterscheide, bin ich noch sehr im Allgemeinen. Sobald ich aber ein Horoskop eines Menschen errechne, habe ich mindestens 3 Differenzierungen, 1. die 12 Tierkreiszeichen, dann 2. die 12 verschiedenen Aszendenten und 3. die 12 Mondstellungen. Also ohne die anderen Planeten zu ber\u00fccksichtigen, h\u00e4tte ich schon eine Typologie von 12 x 12 x 12 Zeichen, das sind bereits 1728 verschiedene Menschentypen. Und dar\u00fcber findet sich der einzelne Mensch schon sehr genau beschrieben.<\/p>\n<p>Wenn Menschen zur astrologischen Beratung kommen, dann sind sie bereit, sich auf eine Erfahrung einzulassen, die eine andere Art des Erkennens und Verstehens voraussetzt, als wir das in der Schule lernen und das etablierte wissenschaftliche Weltbild vorschreibt.<br \/>\nWir vergessen im allgemeinen, da\u00df wissenschaftliche Aussagen sehr begrenzt sind. Das zur Zeit g\u00e4ngige Vorurteil lautet, alles ist wissenschaftlich erfa\u00dfbar, was nicht wissenschaftlich erfa\u00dfbar ist, gibt es nicht oder ist unanst\u00e4ndig. Nur, was &#8220;wissenschaftlich&#8221; bewiesen wurde, findet Eingang in die Salons unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p>&#8220;Unsere urspr\u00fcngliche, unmittelbar erlebte Erfahrung ist viel reicher als die Erfahrung, die sich wissenschaftlich fundieren l\u00e4\u00dft. Denn unsere Erfahrung beginnt doch schon dort, wo wir uns noch ganz als integrierten Teil einer Gesamtwirklichkeit erleben, wo wir noch nicht angefangen haben, uns als Subjekt vom Objekt zu trennen, wo wir noch nicht angefangen haben, unserem existentiellen Ich eine objektiv erfahrbare Au\u00dfenwelt gegen\u00fcberzustellen. Viele f\u00fcr uns wichtige Erfahrungen, z.B. auf religi\u00f6sem oder k\u00fcnstlerischem Gebiet, erf\u00fcllen nicht die Auswahlkriterien einer wissenschaftlichen Betrachtung. &#8230; Sie beziehen sich nicht auf exaktes, objektivierbares Wissen nach den Normen der exakten Naturwissenschaften. Aber es besteht andererseits keine zwingende Notwendigkeit, sie deshalb nicht auch als Wissen zu bezeichnen, denn genau betrachtet machen wir in unserem Alltag fast immer nur von diesem umfassenderen, aber weniger scharf fa\u00dfbaren Wissen Gebrauch, da die Vorbedingungen, unter denen die exakten Aussagen zutreffen, praktisch nie gegeben sind.&#8221;<br \/>\n(Zitat Hans-Peter D\u00fcrr, Wissenschaft und Wirklichkeit in &#8220;Geist und Natur&#8221;, Scherz Verlag 1989).<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob es unser Sonnengeflecht ist, unser Denken aus dem Bauch heraus, wie manche sagen, oder ob wir \u00fcber die beiden Gehirnhemisph\u00e4ren zu einer Erkl\u00e4rung kommen k\u00f6nnen. Sie haben sicher davon geh\u00f6rt, da\u00df wir zwei Gehirnh\u00e4lften haben, die unterschiedliche Funktionen aus\u00fcben. Mit der rechten Gehirnh\u00e4lfte bewegen wir uns im irrationalen, im alogischen, im schauenden Bereich, der f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Kreativit\u00e4t und Inspiration zust\u00e4ndig ist, w\u00e4hrend die linke Hemisph\u00e4re mit Logik, Ratio, Analyse in Verbindung steht.<br \/>\nBeide Hemisph\u00e4ren sind \u00fcber einen schmalen Balken verbunden, und wenn man ihn durchtrennt, wie das fr\u00fcher manchmal bei OPs gemacht wurde, dann werden Menschen irreparabel gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>Fest steht, da\u00df man durch die Bilderwelt der Astrologie seelische Bereiche erschlie\u00dft, \u00f6ffnet, entdeckt, die einem vorher verschlossen, unzug\u00e4nglich, unbewu\u00dft \u2013 wie auch immer \u2013 waren.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie das Gebet in der Seelsorge, die Psychotherapie oder bestimmte Rituale Katharsis, Reinigung, Wandlung, Heilung bewirken, so auch potentiell die astrologische Horoskopdeutung. Menschen, die sich auf die Deutung einlassen, erleben eine Stimmigkeit, eine Evidenz, eine Richtigkeit, die nicht objektivierbar, nicht exakt messbar ist, weil sie in einem Bereich der Unsch\u00e4rfe agiert. Und das hat nichts mit Wischi-waschi-Aussagen zu tun, die f\u00fcr alle Menschen gelten w\u00fcrden, sondern mit dem letztlich Numinosen, mit dem Nicht Greifbaren. Vielleicht hat Astrologie die Qualit\u00e4t der blauen Stunde, jenes D\u00e4mmerungsbereichs zwischen Tag und Nacht, wo die Schatten l\u00e4nger werden und die Umrisse verschwinden.<\/p>\n<p>Wenn wir an Astrologie die wissenschaftliche Messlatte anlegen, m\u00fcssen wir feststellen, da\u00df sie nicht reproduzierbar ist und wenden uns entt\u00e4uscht ab. &#8220;Um etwas Richtiges, etwas Wahres auszusagen, mu\u00df Astrologie aber genauso wenig eine Wissenschaft sein, wie es n\u00f6tig ist, da\u00df Landwirtschaft eine Wissenschaft sein mu\u00df, um das dort angesammelte Erfahrungswissen nutzbringend anwenden zu d\u00fcrfen.&#8221; (Die d\u00fcmmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln.) (zit. aus Harald Wiesendanger, Der Streit ums Horoskop, S. 58)<br \/>\nAstrologie ist also keine Wissenschaft nach derzeitiger Definition f\u00fcr mich, sie ist Kunst und Philosophie zugleich.<\/p>\n<p>&#8220;Erleben des gestirnten Himmels, sofern sich ihm der Mensch bis in seine tieferen seelischen Schichten hinein auftun kann, ist immer religi\u00f6ses Erleben. In all dem, was sich da \u00fcber ihm weitet, was im Osten sich leuchtend erhebt, still \u00fcber den Himmel zieht, im Westen wieder versinkt, wird der schauende Mensch des \u00dcberm\u00e4chtigen inne, von dem her er sein ganzes Dasein empf\u00e4ngt. All sein Verstehen \u00fcbersteigend, dem\u00fctigend und erhebend zugleich, ergreift ihn das Kreaturgef\u00fchl in der Begegnung mit dem &#8220;Ganz Anderen&#8221;, dem &#8220;Heiligen&#8221;, von dessen Erhabenheit er in versunkenem Hinblicken erf\u00fcllt, bedr\u00e4ngt und beseligt wird.&#8221;<br \/>\n(zit. nach Rudolf Otto, &#8220;das Heilige&#8221; 1936 in: Siegfried B\u00f6hringer &#8220;Astrologie&#8221;, Gr\u00fcnewald Verlag, Mainz 1990)<\/p>\n<p>Astrologie ist kein in sich geschlossenes und widerspruchsfreies Theoriengeb\u00e4ude mit eindeutigen Definitionen. Astrologie steckt voller Widerspr\u00fcche und Ungereimtheiten.<\/p>\n<p>In einer Zeit, in der die traditionellen Glaubensgemeinschaften f\u00fcr viele Menschen keine spirituelle Heimat mehr bieten, ist die Astrologie ein Anker f\u00fcr die Sehnsucht nach Sinn und Ordnung. Nach wie vor ist der gestirnte Himmel in klaren N\u00e4chten etwas zutiefst Beeindruckendes, etwas Erhabenes, unter dem wir Menschen uns zugleich unendlich klein und doch auch geborgen f\u00fchlen.<br \/>\nReligi\u00f6se Lieder wie &#8220;Er h\u00e4lt die ganze Welt in seiner Hand&#8221; zeugen von dieser Geborgenheit. Und alte Kirchenlieder beinhalten jede Menge Astralmystik. Jesus wird zur &#8220;Sonne der Gerechtigkeit&#8221;, &#8220;die g\u00fcldne Sonne voll Freud und Wonne&#8221;. In dem Lied von Cornelius Becker (1561 \u2013 1604) &#8220;La\u00dft uns den Herren loben in seinem Nam\u2018 vereint&#8221; hei\u00dft es in Strophe 2:<\/p>\n<p>&#8220;Dein Kraft beweist die Sonne mit ihrem sch\u00f6nen Licht, dazu der Mond, die Sterne, die du hast zugericht; da\u00df sie als Himmelszeichen zum Nutzen uns gereichen mit Wirkung, Lauf und Schein.&#8221;<\/p>\n<p>Auch in dem Oratorium &#8220;Die Sch\u00f6pfung&#8221; von Joseph Haydn (1732 \u2013 1809) gibt es wundervolle Poesie, die den gestirnten Himmel besingt, z.B. &#8220;In vollem Glanze steiget jetzt die Sonne strahlend auf, ein wonnevoller Br\u00e4utigam, ein Riese stolz und froh,  zu rennen seine Bahn. Mit leisem Gang und sanftem Schimmer schleicht der Mond die stille Nacht hindurch. Den ausgedehnten Himmelsraum ziert ohne Zahl der hellen Sterne Gold; und die S\u00f6hne Gottes verk\u00fcndigten den vierten Tag mit himmlischem Gesang, &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>An diesen Texten beeindruckt die Poesie, die bilderreiche Sprachgewalt, die Symbolik. Und hier ist das Bindeglied zur Astrologie. In den Symbolen der 12 Tierkreiszeichen und der 10 klassischen Planeten steckt ebenso viel Poesie und Bilderreichtum. Symbole sind Nahrung f\u00fcr die Seele.<\/p>\n<p>Vielleicht kann man sich vorl\u00e4ufig auf folgende Zwischendefinition verst\u00e4ndigen:<\/p>\n<p>&#8220;Astrologie ist, in allgemeinster Form ausgedr\u00fcckt, die Deutung r\u00e4umlicher Verh\u00e4ltnisse und zeitlicher Abl\u00e4ufe in unserem Sonnensystem. Sie basiert auf der Grundannahme, da\u00df die sich aus solchen Verh\u00e4ltnissen ergebenden Rhythmen in Zusammenhang stehen mit physikalischen, biologischen und psychischen Abl\u00e4ufen in Organismen auf der Erde.<\/p>\n<p>(Quelle: Dr. Peter Niehenke, Astrologie, eine Einf\u00fchrung, Reclam 1994)<\/p>\n<p>Durch den Psychoanalytiker C. G. Jung mit seiner Archetypenlehre und dem Begriff der Synchronizit\u00e4t hat Astrologie einen sehr sch\u00f6nen modernen Erkl\u00e4rungsansatz bekommen, ein gut funktionierendes Modell.<\/p>\n<p>Wenn wir also den Sternenhimmel betrachten mit seinen Planeten, dann stellen wir keinen kausalen, urs\u00e4chlichen Bezug her nach dem Motto: &#8220;Weil der Planet Mars am Himmel steht, bin ich heute so kriegerisch&#8221;. Sondern: &#8220;Immer, wenn der Planet Mars &#8230;, dann bin ich kriegerisch.&#8221;<\/p>\n<p>Diese Korrellationen sagen nichts aus \u00fcber ein dahinter liegendes Bewirkendes. Der Himmel ist wie ein Me\u00dfinstrument, eine gro\u00dfe kosmische Uhr, die die Zeit anzeigt, aber nicht macht. Denken Sie an ein Thermometer, es zeigt die Raumtemperatur, es macht sie aber nicht. Und so stellen wir uns das mit dem Horoskop vor. Die Konstellationen am Himmel zeigen etwas an, ohne es zu verursachen. Durch die Forschungen von C. G. Jung kennen wir Begriffe wie das kollektive Unbewu\u00dfte und die Archetypen.<\/p>\n<p>C.G. Jung sagt in &#8220;Der Mensch und seine Symbole&#8221;: Und woher wissen wir, dass solche Ideen nicht wahr sind? Viele Menschen w\u00fcrden mit mir \u00fcbereinstimmen, wenn ich einfach behauptete, solche Vorstellungen ( von Gott ) seien h\u00f6chstwahrscheinlich Illusionen. Was sie sich dabei aber nicht klarmachen, ist, da\u00df die Ablehnung ebenso unm\u00f6glich zu &#8220;beweisen&#8221; ist wie die Behauptung eines religi\u00f6sen Standpunktes.<br \/>\nEs gibt jedoch einen triftigen empirischen Grund, weshalb wir Gedanken, die nicht bewiesen werden k\u00f6nnen, doch kultivieren sollten. Sie haben sich n\u00e4mlich als heilsam erwiesen. Der Mensch braucht unbedingt Vorstellungen und \u00dcberzeugungen, die seinem Leben einen Sinn geben und ihn in die Lage versetzen, f\u00fcr sich einen Platz im Universum zu finden. Er kann die unglaublichsten Leiden ertragen, wenn er davon \u00fcberzeugt ist, dass sie einen Sinn haben. Religi\u00f6se Symbole geben dem menschlichen Leben eine Bedeutung.&#8221;<\/p>\n<p>Und ich f\u00fcge hinzu, astrologische Symbole geben ebenfalls dem Leben eine Bedeutung. Die Bildersprache der Astrologie bezieht sich auf griechische Mythen. Und der Mythos erz\u00e4hlt immer eine wahre Geschichte, nicht im Sinne von historisch einmal da gewesen, sondern im Sinne von immer g\u00fcltig.<\/p>\n<p>Wenn ich mit einem konkreten Menschen im Kontakt bin, sei es als Arzt, als Seelsorger, als Psychologe, als Astrologe, dann gelingt Wandlung nur durch die ganz pers\u00f6nliche, individuelle, nicht mit anderen Menschen wiederholbare Begegnung. W\u00e4hrend wir mit dem allgemeinen Werkzeug (der Medizin, der Religion, der Psychologie, der Astrologie &#8230;) uns dem Menschen n\u00e4hern, passiert etwas, das die Griechen Katharsis nannten, Reinigung, Heilung, Erkenntnis meiner selbst.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Jungianer ist z.B. ein Traum nicht eine Art genormte Geheimschrift, die mit Hilfe eines Verzeichnisses von Symbolbedeutungen entziffert werden kann. Sondern der Traum ist ein wichtiger pers\u00f6nlicher Ausdruck des individuellen Unbewu\u00dften. Und genau so verh\u00e4lt es sich in einer Beratung mit der Deutung des Geburtshoroskops. Darum k\u00f6nnen beide, die Traum- und die Horoskopdeutung auch nicht beliebig wiederholt werden, eine Forderung der heutigen Naturwissenschaften. Wiederholbarkeit ist nicht m\u00f6glich bei Einzigartigem. Und der Mensch ist einzigartig, wie sein Fingerabdruck, wie seine Iris im Auge, wie sein Horoskop.<\/p>\n<p>Das ist ja schon eine faszinierende Vorstellung: das individuelle Horoskop gibt es nicht zweimal. Jeder Mensch hat ein anderes Horoskop. Es mag sich nur in Kleinigkeiten unterscheiden, aber es unterscheidet sich. Es gibt astrologische Zwillinge, wenn zur gleichen Zeit am gleichen Ort 2 Menschen geboren werden, aber wie oft passiert das schon. Ich kenne nur wenige Berichte \u00fcber astrologische Zwillinge. Lassen wir dieses Randgebiet also heute beiseite. Im allgemeinen gilt: Horoskope k\u00f6nnen sich \u00e4hneln, aber sie sind nicht identisch.<\/p>\n<p>Die Welt des Bewu\u00dftseins ist nur ein Teil des Seins, die Welt des Unbewu\u00dften ist genauso existent, aber sie entzieht sich den Begriffen der Logik, der Analyse, der Ratio. Sie hat ihre eigene Logik, die mit den Mitteln der Analogie eher zu fassen ist.<br \/>\nSo wie das Gehirn zwei Hemisph\u00e4ren hat, die unterschiedlich arbeiten, so gibt es zwei unterschiedliche Arten, die Wirklichkeit zu erfassen. Nach Jung wird der Mensch erst dann ein Ganzes, in sich ruhend, produktiv und zufrieden, wenn er Bewu\u00dftsein und Unbewu\u00dftes miteinander vers\u00f6hnen kann bzw. beide sich gegenseitig erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Goethe hat gesagt: &#8220;Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, der hat auch Religion, wer aber beides nicht besitzt, der habe Religion&#8221;. Ich denke, der alte Geheimrat hat von diesen Zusammenh\u00e4ngen wieder einmal mehr gewu\u00dft als andere.<\/p>\n<p>Wenn ich im Horoskop eines Klienten die individuell angeordneten Symbole f\u00fcr ihn oder sie pers\u00f6nlich deute, dann begeben wir uns auf diese spannende Reise in andere Welten, oder in unser Unbewu\u00dftes, in den Bereich, wo wir unsere seelischen Sch\u00e4tze h\u00fcten und vor den Augen der Anderen verbergen.<br \/>\nOder mit der Sprache C. G. Jungs, zu unserem seelischen Zentrum, das quasi die Ganzheit unserer Psyche darstellt, im Gegensatz zum Ich, das nur den bewu\u00dften Teil ausmacht. C. G. Jung nannte es das Selbst. Bei den Griechen war es der Daimon, bei den R\u00f6mern der Genius.<\/p>\n<p>Darum bedarf es auch der aktiven Unterst\u00fctzung des Klienten. Wenn ich mit den Symbolen arbeite, und mein Gegen\u00fcber bleibt verschlossen, sitzt als Gegner, als Ungl\u00e4ubiger vor mir, dann gelingt es uns nicht, die T\u00fcr zu seinem Unbewu\u00dften zu \u00f6ffnen. Astrologische Symbole sind der Schl\u00fcssel, aber die T\u00fcr ist beim Klienten. Ich helfe, den Schl\u00fcssel zu drehen, aber \u00f6ffnen mu\u00df mein Gegen\u00fcber. Es hat etwas von einem Ritus, einer magischen Handlung.<br \/>\nDazu f\u00e4llt mir wieder ein Gedicht von Joseph Eichendorff ein: &#8220;Schl\u00e4ft ein Lied in allen Dingen, die da tr\u00e4umen fort und fort. Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.&#8221;<\/p>\n<p>Kunst und eben auch Gedichte sind eine Art, Zugang zu unserer Seele zu bekommen und auch, sie zu entwickeln.<\/p>\n<p><u>Die Argumente der Gegner der Astrologie<\/u><\/p>\n<p>Das erste, was mir immer wieder auff\u00e4llt, wenn Menschen Astrologie ablehnen, ist, da\u00df sie sich mit Astrologie nicht auskennen. Sie erlauben sich, Vorurteilen zu folgen. Wenn Menschen das Christentum, namentlich den Katholizismus ablehnen, waren sie h\u00e4ufig als Kinder Me\u00dfknaben und man k\u00f6nnte sagen, gebranntes Kind scheut das Feuer. Auch wenn sie das Kind mit dem Bade aussch\u00fctten, haben sie doch immerhin mit dem Thema ihrer Ablehnung Ber\u00fchrung gehabt. Nicht so bei der Astrologie. Nur ganz wenige Gegner kennen ihren &#8220;Feind&#8221;.<\/p>\n<p>Ber\u00fchmtes Beispiel f\u00fcr dieses Vorurteil:<br \/>\n1975 ver\u00f6ffentlichten 18 Nobelpreistr\u00e4ger und 168 weitere angebliche Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche ein &#8220;Manifest gegen die Astrologie&#8221;, in dem sie u.a. auf die fehlende wissenschaftliche Grundlage hinwiesen. Als Reporter des BBC sie n\u00e4her zum Thema interviewen wollten, verweigerten sie jegliche weitere Stellungnahmen, mit der Begr\u00fcndung, mit der Astrologie h\u00e4tten sie sich nie n\u00e4her befa\u00dft.<br \/>\nQuelle:  Paul Feyerabend: &#8220;Erkenntnis f\u00fcr freie Menschen&#8221;, Suhrkamp 2003<\/p>\n<p>Die modernen Naturwissenschaften haben eine derartige Monopolstellung in unserer Gesellschaft erhalten, da\u00df man den gr\u00f6\u00dften Unfug verzapfen kann, wenn man es nur wissenschaftlich belegen kann. Die Allmacht Gottes wurde abgel\u00f6st durch die Allmacht der naturwissenschaftlichen Beweise. Wir glauben nicht mehr an Gott, wir glauben an die Wissenschaft.<\/p>\n<p>An vorderster Front stehen dabei die Astronomen. Auch sie sind h\u00e4ufig bekennende Astrologie-Gegner. In der Sternwarte Hannover durfte im Jahr 2003 ein Filmteam nicht filmen, weil es ein astrologisches Thema bearbeitete.<br \/>\nEin Zusammenschlu\u00df von Astronomen in Deutschland wetterte vor Jahren gegen die M\u00f6glichkeit, Astrologie an deutschen Volkshochschulen zu unterrichten, mit der Begr\u00fcndung, man w\u00fcrde damit Staatsgelder verschwenden.<br \/>\n(Quelle: Sterne und Weltraum, ca. 1994)<\/p>\n<p>Und ich wei\u00df von Professoren an deutschen Universit\u00e4ten, die unter Pseudonym astrologische Artikel ver\u00f6ffentlichen, weil sie Angst haben, da\u00df ihr guter Ruf leidet, wenn sie zugeben, sich mit Astrologie zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Zugeben, da\u00df man sich ernsthaft mit Astrologie besch\u00e4ftigt, bringt einen sofort in die Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Ich mache diese Erfahrung, wenn ich will, t\u00e4glich.<\/p>\n<p>Eines der Hauptargumente gegen die Astrologie will ich hier aufgreifen, n\u00e4mlich da\u00df die Astrologie ein falsches Bezugssystem habe, bzw. die Sonne am 21. M\u00e4rz gar nicht im Sternbild Widder, sondern im Sternbild Fische st\u00fcnde.<\/p>\n<p>Hierzu mu\u00df man folgendes sauber trennen:<\/p>\n<p>1. Es gibt Sternbilder und Tierkreiszeichen. Es gibt keine Sternzeichen, obwohl dieser Begriff sehr beliebt ist, aber er ist sachlich unklar.<\/p>\n<p>2. Es gibt 2 Me\u00dfkreise am Himmel, den siderischen Tierkreis und den tropischen Tierkreis, also 2 Bezugssysteme.<\/p>\n<p>Der siderische Tierkreis umfa\u00dft die ungleich gro\u00dfen Sternbilder, die entlang der Ekliptik, der scheinbaren Jahresbahn der Sonne verlaufen.<\/p>\n<p>Der tropische Tierkreis ist die Einteilung der Jahresbahn der Sonne, also der Ekliptik in 12 gleich gro\u00dfe 30\u00b0-Abschnitte, beginnend mit dem Fr\u00fchlingspunkt.<br \/>\nDer Fr\u00fchlingspunkt wird definiert als der Moment, wo die Sonne genau im Osten aufgeht und im Westen untergeht, der Tag und die Nacht also gleich lang sind. Diese Situation haben wir 2-mal pro Jahr, zum Fr\u00fchlings- und zum Herbstbeginn oder \u00c4quinoktium.<\/p>\n<p>Menschliches Leben und Erleben fu\u00dft auf unserer Wahrnehmung. Und wir nehmen wahr, da\u00df die Sonne auf- und untergeht, nicht da\u00df die Erde auf- und untergeht.<br \/>\nWir nehmen ferner die Jahreszeiten wahr und erleben ihren unmittelbaren Einflu\u00df auf unsere Befindlichkeit. Der tropische und damit astrologische Me\u00dfkreis differenziert diese Jahreszeitenwahrnehmung. Die 4 Jahreszeiten erfahren eine Aufteilung in 3 Phasen: Beginn, Verfestigung, Ende (\u00dcbergang zur n\u00e4chsten Jahreszeit).<\/p>\n<p>Immer wieder wird gerade von naturwissenschaftlich orientierten Menschen behauptet, die Astrologen arbeiteten mit einem veralteten bzw. falschen Tierkreis. Das h\u00f6rt sich dann z.B. so an:<br \/>\n&#8220;Es sei noch darauf hingewiesen, da\u00df die Sternzeichen, welche die Astrologie zur Typengliederung ben\u00fctzt, einer Zw\u00f6lfteilung des Kalenderjahres entsprechen: am 21. M\u00e4rz &#8220;tritt die Sonne ins Sternzeichen des Widders ein&#8221;. Das war vor etwa 2000 Jahren tats\u00e4chlich richtig. Heute steht die Sonne beim Durchgang durch den Fr\u00fchlingspunkt aber an einer v\u00f6llig anderen Stelle des Ekliptik (vgl. J-13 und J-14). In den vergangenen  2000 Jahren hat sich der Fr\u00fchlingspunkt um etwa ein Sternbild nach rechts, also in die Fische hinein verschoben. Ein am 5. April geborenes Kind erblickt also eine Sonne, die mitten im Sternbild der Fische steht, das wollen wir uns bei der n\u00e4chsten Studie des w\u00f6chentlichen Horoskops in Erinnerung rufen! &#8230; &#8220;( zit. aus: Ewgeni Obreschkow: Die Jahreszeiten, eine Dia-Serie der Baader Planetarium KG).<\/p>\n<p>Diese Behauptung ignoriert, da\u00df es 2 Me\u00dfkreise gibt, n\u00e4mlich den eben genannten siderischen Tierkreis (mit den 12 Sternbildern, die am n\u00e4chtlichen Himmel sichtbar sind), und den tropischen Tierkreis (mit den 12 Tierkreiszeichen), der ein abstrakter Me\u00dfkreis ist, bezogen auf den Lauf der Sonne durch das Jahr und beginnend am Fr\u00fchlingspunkt, dem Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Himmels\u00e4quator.<\/p>\n<p>Bereits im Hellenismus, genauer, seit Hipparch (ca. 190 \u2013 120 v.Chr.), wu\u00dfte man um diese beiden Kreise, bzw. um das Problem der Pr\u00e4zession. Durch die Gravitationskr\u00e4fte von Sonne und Mond beschreibt die Rotationsachse der Erde eine Torkelbewegung, so da\u00df die Erdachse einen Kegelmantel um den Ekliptikpol herum bildet. Ein kompletter Umlauf dieser Drehachse betr\u00e4gt  25.920 Jahre und wird Platonisches Jahr genannt. W\u00fcrden wir uns am siderischen Lauf der Sonne orientieren, h\u00e4tten wir, wenn die Sonne im Sternbild Krebs ist, nach 13000 Jahren um diese Zeit tiefsten Winter und nicht wie heute, Sommeranfang. Um also zu vermeiden, da\u00df unser Kalender und die Jahreszeiten langsam aber sicher auseinanderdriften, mu\u00dfte ein anderes Kriterium gew\u00e4hlt werden, um den Jahresbeginn zu markieren. Der Fr\u00fchlingspunkt, also der Termin am 21. 3., an dem bei uns der Fr\u00fchling beginnt, wurde zum Ausgangspunkt der Sonnenbewegung durch den Tierkreis gew\u00e4hlt. Es ist dieser auf die Jahreszeiten bezogene Tierkreis, der der Astrologie zugrunde liegt  und den bereits der griechische Astronom Hipparch kannte.<\/p>\n<p>In der gleichen oben zitierten Dia-Sammlung hei\u00dft es deshalb auch an anderer Stelle:<br \/>\n&#8220;Die &#8220;Linisolarpr\u00e4zession&#8221; \u2013 so hei\u00dft diese Torkelbewegung im  Fachjargon \u2013 ist schon sehr lange bekannt. Der Fr\u00fchlingspunkt ist also nicht ein unter den Sternen festgenagelter Punkt, er verschiebt sich vielmehr entlang der Ekliptik der Sonne entgegen. Das Kalenderjahr ist nun die Zeit zwischen zwei Fr\u00fchlingspunkt-Durchg\u00e4ngen der Sonne.&#8221;<\/p>\n<p>Genau so ist es. Und dennoch wird immer wieder so getan, als g\u00e4be es diesen Jahreszeiten-Tierkreis nicht bzw. als w\u00fcrde Astrologie mit den &#8220;festgenagelten&#8221; Sternbildern arbeiten. Seit \u00fcber 2000 Jahren aber funktioniert Astrologie mit dem in 12 gleich gro\u00dfe Abschnitte eingeteilten Kreis mit 12 abstrakten Tierkreiszeichen im Gegensatz zu den 12 ungleich gro\u00dfen Sternbildern. Auch das war bereits im Altertum bekannt, da offensichtlich. H\u00e4tte man wirklich die 12 Sternbilder zugrunde gelegt bei der astrologischen Deutung, dann w\u00fcrde die Sonne in manchen Bildern nur 25 Tage verweilen, z.B. im Sternbild Widder, in der Jungfrau dagegen 45 Tage. Es ist ganz eindeutig falsch zu behaupten, die Astrologie arbeite mit den Sternbildern.<\/p>\n<p>Warum also wird immer wieder der gleiche Unfug verbreitet?! Ganz besonders \u00e4rgerlich finde ich es, dass ausgerechnet  Astronomen, die es doch nun besser wissen sollten, dazu beitragen, diese falschen Behauptungen immer wieder zu verbreiten. Oder wissen sie es am Ende gar nicht? Offensichtlich lassen sie sich nicht von rationaler Neutralit\u00e4t leiten, sondern von irrationalem Widerwillen gegen ein philosophisches System, das sie nicht durchschauen.<\/p>\n<p>Damit Sie diesen Menschen nicht auf den Leim gehen, habe ich diesen Vortrag ausgearbeitet. Ich freue mich auf Ihre Fragen.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Warum Astrologie funktioniert, allen Skeptikern zum Trotz&#8221; \u00dcberarbeiteter Vortrag von Annegret Becker-Baumann, urspr\u00fcnglich gehalten im Philosophie-Institut &#8220;Reflex&#8221; am 18.02.2004. 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