{"id":146,"date":"2013-08-12T15:05:33","date_gmt":"2013-08-12T13:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.astrologie-zentrum-hannover.de\/wordpress\/?page_id=146"},"modified":"2013-08-14T17:37:38","modified_gmt":"2013-08-14T15:37:38","slug":"forschungstag-2007","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.astrologie-zentrum-hannover.de\/wordpress\/forschungstag-2007\/","title":{"rendered":"Forschungstag 2007"},"content":{"rendered":"<p><b>Forschungstag 2007 im Astrologie-Zentrum Hannover<\/b><\/p>\n<p>Am 08.12.2007 fand im Astrologie-Zentrum Hannover auf Einladung der Zentrums-Leiterin Annegret Becker-Baumann (Dipl.-Ing. agr.) ein ungew\u00f6hnlicher Diskurs statt.<br \/>\nVor- und zur Diskussion gestellt wurde die Dissertation von Dr. Peter Niehenke, Leiter des Astrologie-Zentrums Freiburg. Der Titel der 1987 im Aurum-Verlag publizierten Doktorarbeit lautet: \u201eKritische Astrologie. Zur erkenntnistheoretischen und empirisch-psychologischen Pr\u00fcfung ihres Anspruchs\u201c. Die zentrale Frage dieser Arbeit zielt auf eine erkenntnistheoretische Herangehensweise und \u00fcberpr\u00fcfbarkeit der Astrologie. Als erkenntnistheoretischer Ansatz dient Niehenke hierbei vor allem die von dem deutschen Biologen und Systemtheoretiker Ludwig von Bertalanffy (1901 \u2013 1972) aufgestellte allgemeine Systemtheorie. Bertalanffy suchte nach einer Theorie des Lebendigen jenseits mechanistischer Vorstellungen. Bei Wikipedia liest sich das so:<\/p>\n<p>\u201eBertalanffy f\u00fchrte ein neues wissenschaftliches Paradigma ein, das er als Gegenentwurf zur klassischen Physik positionierte. Er kritisierte deren deduktive Verfahren und die damit einhergehende isolierte Betrachtung von Einzelph\u00e4nomenen. F\u00fcr die Biologie sei diese Methode nicht ad\u00e4quat. Anstelle von Einzelph\u00e4nomenen, die in der Realit\u00e4t niemals isoliert auftr\u00e4ten, seien diese Ph\u00e4nomene in ihrer Vernetzung zu beschreiben. Daher setzte er der isolierten Einzelbetrachtung den Systembegriff entgegen, wobei dieser Begriff eine Menge von Elementen und deren Relation untereinander beschreiben soll. Als ein solches Modell betrachtete er die &#8220;organisierte Komplexit\u00e4t&#8221;. W\u00e4hrend die klassische Wissenschaft &#8220;unorganisierte Komplexit\u00e4t&#8221; erfolgreich beschrieben habe, stehe die theoretische Erfassung organisierter Komplexit\u00e4t vor neuen Herausforderungen. Organisierte Komplexit\u00e4t sei gegeben, wenn Einzelph\u00e4nomene nicht schlicht linear logisch miteinander gekoppelt seien, sondern Wechselwirkungen unter ihnen best\u00fcnden. Sei dies der Fall, k\u00f6nne eine exakte Beschreibung der reziproken Vernetzungsbedingungen ein Bild von der Einheit der Summe jener Einzelph\u00e4nomene vermitteln. Die Systemlehre untersucht somit die Organisationsformen komplexer Wechselbeziehungen zwischen einzelnen Elementen jenseits linear darstellbarer Relationen und einfacher Kausalit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Peter Niehenke \u00fcbernimmt die Systemtheorie als Erkl\u00e4rungsmodell biologisch-komplexer nat\u00fcrlicher Systeme aufgrund der \u00c4hnlichkeit des zu bestimmenden Gegenstands f\u00fcr die Astrologie, die den Mikrokosmos Mensch in den Makrokosmos Sonnensystem \/ Universum einordnet.<\/p>\n<p>Der zweite Teil seiner Arbeit bildet die umfangreiche Studie, die mithilfe eines mehr als 500 Punkte umfassenden Fragebogens an 3.290 Probanden eine empirisch eindeutige Belegbarkeit der Astrologie nachweisen wollte. Der Versuch, Astrologie in dieser Weise \u00fcber eine statistische Auswertung des Fragenkatalogs zu beweisen, scheiterte. Die aufgestellte Hypothese, dass die Selbstbeschreibung einer Person mit der symbolischen Bedeutung der Tierkreiszeichen, in denen sich der Aszendent, die Sonne oder der Mond der Person befindet, korreliert, konnte nicht eindeutig best\u00e4tigt werden. Die menschliche Individualit\u00e4t wie auch die Ausdifferenziertheit des astrologischen Systems lassen sich offenbar nur schwer kategorisieren.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Tages referierte Volker Schendel, MR.i.e.R., die Dissertation von Peter Niehenke und fasste die wesentlichen Ergebnisse der Doktorarbeit f\u00fcr die G\u00e4ste zusammen. Anschlie\u00dfend bildeten die erkenntnistheoretischen Ans\u00e4tze von Peter Niehenke die Basis f\u00fcr die weitere Diskussion. Die Vortr\u00e4ge von Peter Niehenke: \u201eSpieglein, Spieglein\u201c, \u201eDie Metapher von der Qualit\u00e4t der Zeit\u201c und \u201eGanzheitliches Verst\u00e4ndnis von der Zeit\u201c wurden erg\u00e4nzend herangezogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/volker_schendel.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb.1: Volker Schendel beim Einf\u00fchrungsreferat<\/p>\n<p>G\u00e4ste und Diskussionspartner waren: Prof. Dr. Dr. Peter Antes, Leiter des Religionswissenschaftlichen Seminars der Leibniz-Universit\u00e4t Hannover, Dr. Gustav- Adolf Schoener, der im Rahmen seiner Lehrt\u00e4tigkeit in seinen Seminaren Astrologie in den religionswissenschaftlichen Kontext stellt und derzeit noch an seiner Habilitationsschrift \u201eAstrologie in der Religionsgeschichte. Die interdisziplin\u00e4re Struktur eines Weltdeutungssystems\u201c arbeitet, Prof. Dr. Bernd Oppermann, LL.M., Ordinarius f\u00fcr deutsches, europ\u00e4isches und internationales Zivilrecht und Handelsrecht der Juristischen Fakult\u00e4t der Leibniz-Universit\u00e4t Hannover und sein Doktorand MR.i.e.R., Volker H. Schendel, Dr. Gerhard Stamer, Leiter des privaten philosophischen Instituts Reflex, Hannover sowie Bianca Schmale, M.A. und Gesine Mantel.<\/p>\n<p>Die folgenden Fotos zeigen die G\u00e4ste, immer von links nach rechts:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/asm.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 2: Prof. Dr. Dr. Peter Antes, Dr. Gustav-Adolf Schoener, Gesine Mantel<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/sa.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 3: Bianca Schmale, Prof. Dr. Dr. Peter Antes<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/nos.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 4: Dr. Peter Niehenke, Prof. Dr. Bernd Oppermann, Dr. Gerhard Stamer<\/p>\n<p>Peter Niehenke gelang es bei der Diskussion in gewohnt souver\u00e4ner Art, seine Zuh\u00f6rer zu fesseln und ihnen seine Gedanken verst\u00e4ndlich zu machen. Das Modell der Systemtheorie ist in der Tat ein ganzheitlicher Ansatz, der Natur und Geist vers\u00f6hnen k\u00f6nnte. Peter Niehenke hat mit seiner Dissertation Pionierdienste f\u00fcr die Astrologie geleistet. Der erkenntnistheoretische Ansatz bietet dem Evidenzgef\u00fchl der Astrologen eine ernst zu nehmende Grundlage, die Kritiker der Astrologie nicht ungepr\u00fcft zur\u00fcckweisen k\u00f6nnen. Auch verbandspolitisch ist dies nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>\u201eDie astrologische Grund\u00fcberzeugung: \u201eWie oben, so unten\u201c, dr\u00fcckt nur in gleichnishafter Sprache aus, was in der Systemtheorie als Homologie der Systemeigenschaften auf unterschiedlichen Ebenen bezeichnet wird, wobei kosmisches Geschehen ausdr\u00fccklich mit einbezogen ist (siehe Jantsch, op.cit., sowie Landscheid 1984).\u201c 1)<\/p>\n<p>Die astrologischen Symbole stellen die Grundprinzipien des Lebendigen dar, und die Erfahrung von Evidenz, wie sie in der Beratungspraxis t\u00e4glich gemacht wird, kann vor diesem Hintergrund nicht l\u00e4nger als \u201eeingebildete\u201c \u00dcbereinstimmung gewertet , sondern muss geradezu als stimmige Beschreibung der wirkenden Grundprinzipien, wie sie ja auch schon von C. G. Jung als Archetypen, als Ur-Themen der Menschheit beschrieben wurden, anerkannt werden.<\/p>\n<p>Der fruchtbare Dialog zwischen Wissenschaft und Astrologie klang beim gemeinsamen Essen beim Italiener um die Ecke aus. Auch hier wurde angeregt weiterdiskutiert, wie die Fotos zeigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/drdrantes.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 5: Dr. Stamer, Prof. Dr. Antes, Dr. Schoener, Volker H. Schendel<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/kerze.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 6: Dr. Peter Niehenke in gewohnt leidenschaftlicher Diskussion,<br \/>\nBianca Schmale und Volker Schendel h\u00f6ren zu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/astrologie-zentrum-hannover.de\/Bilder\/mampf_01.jpg\" border=\"1\" \/><br \/>\nAbb. 7: Gruppenbild: Bianca Schmale, Gesine Mantel, Dr. Peter Niehenke,<br \/>\nAnnegret Becker-Baumann, Dr. Gerhard Stamer, Prof. Dr. Dr. Peter Antes,<br \/>\nProf. Dr. Bernd Oppermann, Dr. Gustav-Adolf Schoener.<\/p>\n<p>1) Lit.: Peter Niehenke, \u201eKritische Astrologie\u201c, S. 84 <\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forschungstag 2007 im Astrologie-Zentrum Hannover Am 08.12.2007 fand im Astrologie-Zentrum Hannover auf Einladung der Zentrums-Leiterin Annegret Becker-Baumann (Dipl.-Ing. agr.) ein ungew\u00f6hnlicher Diskurs statt. 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